„Der Gürtel ist beim Ankleiden der Punkt auf dem i“, meinte meine Lieblingsverkäuferin bei Maje in Straßburg kürzlich. Vielleicht wollte sie nur freundlich sein, denn immerhin hatte ich mich für drei Gürtel entschieden. Aber sei es wie es ist, ich finde, sie hat es auf den Punkt gebracht.

Wer hätte es gedacht, dass es Ende August noch einmal richtig warm wird! Wenn das nicht die Gelegenheit ist, in den Schrank zu greifen, um noch einmal die Lieblingskleider der Saison auszuführen.

Da hatte mir doch das Wetter ein richtiges Schnippchen geschlagen! Kaum hatte ich herausgefunden, mit welchen Outfits ich in den Frühling gehen wollte, wurde der Schalter auf sehr wechselhafte Temperaturen umgelegt und es galt, kurzfristig umzudisponieren. Es gibt schlimmere Schicksale und wer weiß, vielleicht kommt schon morgen der beständige Frühling zurück. Für diesen Fall gibt es hier zwei Inspirationen und ihre Entstehungsgeschichte.

Lange galt mir die Bluse als spießig und war nur angesagt, wenn beruflich etwas Wichtiges anstand oder traditionelle Familienfeste zu absolvieren waren. Einziges Zugeständnis war für mich ein weißes Hemd mit aufgestickter schwarzer Rose, das ich meinem Vater gelegentlich aus seinem Schrank stibitzte und das mir fast bis zu den Knien reichte. Wie mag das wohl ausgesehen haben, ich möchte es mir lieber nicht ausmalen..

Während ich nach den schönsten Frühjahr-/Sommer-Highlights Ausschau hielt, ging eine Fashion Week nach der anderen zu Ende. Dort jagten die Designer gerade den Herbst/Winter 2016/17 über den Catwalk. Was für ein Tempo! Im Hier und Jetzt stelle ich fest, dass es nichts bahnbrechend Neues in Sachen Mode gibt. „Sei ganz du selbst!“ lautet das Motto. Ob Color Blocking oder Spitzenkleider, Metallic Looks oder Pop Art, alles wird einfach zusammen gewürfelt und ergibt, je nach Kreativität, ein neues Outfit. Und doch hat ein Modethema sofort meine Sympathie erobert.

Nach einer kleinen Umfrage im männlichen Bekanntenkreis habe ich nun Gewissheit. Mit dem Wort Spitze assoziieren die meisten Männer erst einmal etwas Anrüchiges und das hat mit Unterwäsche zu tun. Ein Freund von mir meinte dazu,

Alles fing mit einem Abendessen an. Als sich Lucie, eine meiner geladenen Gäste auf den Weg nach Hause machte, entfuhr mir ein: „Wow, nicht schlecht!“ Das ‚nicht schlecht‘ bezog sich auf ein bezauberndes Fell-Stirnband, das Lucies Mutter ihr aus einem alten Pelzschal gemacht hatte. Flugs machte ich mich auf die Suche nach solch einem Ausgangsstück und

Der Winter hat uns mit seinen Kapriolen fest im Griff. Noch vor nicht allzu langer Zeit hatten wir von November bis März durchgehend kalte bis eisige Temperaturen und theoretisch kam man mit einem dicken Wintermantel durch die Saison.

Pünktlich zum Ende des Jahres ist es für mich Zeit den Kleiderschrank zu lüften. Dabei stelle ich mir immer wieder die Frage, wie ich es schaffe, in nur zwölf Monaten so viel anzuhäufen. Statistiken belegen, dass der durchschnittliche Kleiderschrank ca. 200 Teile umfasst und wir 60% davon gar nicht anziehen. Das hat mich nachdenklich gemacht und ich nahm mir letztes Jahr fest vor,

Es hätte auch Zitronengelb oder Neongrün sein können. Aber glücklicherweise haben gleich zwei meiner Lieblingsfarben den Siegerpokal für die Farbe des Jahres 2016 davongetragen: Rose Quartz und Serenity Blau. Pantone, der amerikanische Anbieter von Farbstandards für die Designindustrie hat gesprochen und alle folgen nach: Künstler, Innendesigner und die Fashionwelt. Und ich?

Heikes Weihnachten

Weihnachten früher – das war ein Erlebnis, ein Märchen und noch mehr. Unvergesslich der Augenblick am Heiligabend, wenn meine Geschwister und ich endlich das Wohnzimmer mit dem geschmückten Baum betreten durften. Mein Vater spielte Weihnachtslieder auf dem Klavier, wir sangen Lieder und ein Berg Geschenke leuchtete im Kerzenschein. Es duftete nach Buttergebäck, später lief ‚Der Tiger von Eschnapur‘ im Fernsehen und die Weihnachtsgans

Wie genau entsteht eigentlich ein Trend? Vor der Entdeckung des World Wide Web gaben die großen Modedesigner die Trends vor und alle, vom textilen Großhändler bis zum normal sterblichen Endkunden, zogen nach. Heute wird viel demokratischer entschieden.

Zu Beginn der Herbstsaison erwacht sie wieder: die Lust auf einen neuen Look. Täglich gehen neue Fashion-Lists auf meinem Smartphone ein. Sie versprechen neue Attraktivität und vermitteln den Eindruck „Das musst du jetzt haben!“

Der Herbst ist ein wankelmütiger Gefährte. Es wird noch nicht so richtig kalt, aber so warm ist es auch nicht mehr. Morgens auf dem Fahrrad könnte man schon Handschuhe brauchen, aber mittags in der Pause sitzt man noch draußen, wenn sich die Sonne blicken lässt. Die Frage nach der richtigen Jacke für solche Tage blieb in meinem Schrank deshalb lange unbeantwortet.

Die deutsche Übersetzung eines Statements ist Erklärung. Wörtlich übersetzt bedeuten Statement-Ketten also ‚Erklärungsketten‘. Haben sich Frauen, die solch eine Kette tragen, mit diesem Begriff auseinandergesetzt? Vermutlich nicht.

Farben können glücklich machen und Stimmungen beeinflussen. Während Orange gute Laune versprüht, wird Hellblau mit Leichtigkeit und Transparenz verbunden. Bonbonrosa wirkt beruhigend und Rottöne sorgen für eine anregende Atmosphäre. Vielleicht erklären diese emotionalen Farbwirkungen den Siegeszug der Happy Socks.

In einem Land vor unserer Zeit als es noch keine Smartphones, kein Internet, kein whatsapp, nur Kassettenrekorder, Telefone mit Wählscheibe und Kabel und sogar die DDR gab, da gingen die Männer in pastellfarbenen doppelreihigen Anzügen durchs Leben. Sie trugen weiße Tennissocken und Schulterpolster und ließen sich blonde Strähnen ins Haar färben. Das Auto war DAS Status- und Männlichkeitssymbol und die Devise war: breiter, tiefer, schneller.

Overalls sind wahre Alleskönner: Reinschlüpfen, allerhöchstens noch einen Reißverschluss oder zwei Knöpfe zu machen – schon kann man zur Tür hinaus.